Marder im Motorraum: Unterschätzte Gefahr für Ihr Fahrzeug
Kaum sichtbar, meist nachts unterwegs – und dennoch verursachen sie jedes Jahr Schäden in Millionenhöhe: Marder. Besonders im Frühjahr (März bis Mai/Juni) und Herbst häufen sich die Fälle von zerbissenen Kabeln, beschädigten Schläuchen und unerklärlichen Fehlermeldungen. Für Fahrzeughalter bedeutet das nicht nur Ärger, sondern oft auch erhebliche Reparaturkosten.
In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Gefahren von Mardern ausgehen, wie Sie Spuren erkennen, wann und warum die Tiere „angreifen“ – und wie Sie Ihr Fahrzeug wirksam schützen können.
Welche Gefahren gehen von Mardern aus?
Marder (genauer: Steinmarder) sind neugierige Tiere mit ausgeprägtem Revierverhalten. Der Motorraum moderner Fahrzeuge bietet ihnen einen idealen Unterschlupf: warm, geschützt und dunkel. Problematisch wird es, wenn sie beginnen, an Bauteilen zu nagen.
Typische Schäden durch Marder:
- Zerbissene Zündkabel → Motor läuft unrund oder startet nicht
- Beschädigte Kühlwasserschläuche → Überhitzung des Motors
- Defekte Unterdruckleitungen → Leistungsverlust
- Isolationsschäden an Kabelbäumen → Fehlermeldungen und Elektronikprobleme
- Beschädigte Dämmmatten → Folgeschäden durch Feuchtigkeit
Besonders kritisch: Ein scheinbar kleiner Biss kann während der Fahrt zu einem gravierenden Motorschaden führen. Im schlimmsten Fall kann austretendes Kühlwasser oder Kraftstoff sicherheitsrelevant werden.
Wann, wo und warum „greifen“ Marder an?
Marder sind nachtaktiv. Die meisten Schäden entstehen:
- Nachts zwischen 22:00 und 5:00 Uhr
- In Wohngebieten mit Grünflächen
- In Garagen, Carports oder auf Stellplätzen nahe Hecken
Interessanterweise „attackieren“ Marder Fahrzeuge nicht aus Hunger. Das eigentliche Problem ist ihr ausgeprägtes Revierverhalten:
- Ein Marder markiert ein Fahrzeug mit Duftstoffen.
- Ein anderer Marder nimmt diesen Geruch wahr.
- Er reagiert aggressiv auf den „Eindringling“ – und beißt wahllos in Kabel und Schläuche.
Deshalb treten Schäden besonders häufig auf, wenn:
- Fahrzeuge regelmäßig an unterschiedlichen Orten abgestellt werden.
- Nach Urlaubsfahrten ein neues Revier betreten wird.
- Im Frühjahr (Paarungszeit) erhöhte Aktivität herrscht.
Woran erkennt man Marderspuren?
Früherkennung kann teure Reparaturen verhindern. Achten Sie auf folgende Hinweise:
- Pfotenabdrücke auf dem Lack oder der Windschutzscheibe
- Nagespuren an Dämmmaterialien
- Kabelreste oder Isoliermaterial im Motorraum
- Tierhaare oder Kotspuren
- Ungewöhnlicher Motorlauf oder Warnleuchten
Ein kurzer Blick unter die Motorhaube kann bereits Klarheit bringen. Bei Unsicherheit empfiehlt sich eine professionelle Sichtprüfung in der Werkstatt.
Wie kann man Marderschäden vermeiden?
Es gibt verschiedene wirksame Schutzmaßnahmen – von einfachen Hausmitteln bis zu professionellen Systemen.
1. Mechanischer Schutz
- Spezielle Marderschutzgitter unter dem Fahrzeug
- Ummantelung gefährdeter Kabel mit robustem Wellrohr
2. Elektronische Abwehrsysteme
- Ultraschallgeräte mit wechselnden Frequenzen
- Hochspannungs-Kontaktplatten, die bei Berührung einen ungefährlichen, aber abschreckenden Impuls auslösen
Diese Systeme gelten als besonders effektiv und werden fachgerecht im Motorraum installiert.
Audi Marderabwehr Ultraschall batteriebetrieben - Selbsteinbau
Die originale Audi Marderabwehr Ultraschall schützt Ihr Fahrzeug effektiv und tierfreundlich vor Marderverbiss – die Ultraschalltöne schrecken ab, ohne dem Tier zu schaden. Das komplett batteriebetriebene, bordnetzunabhängige System arbeitet mit zwei Piezo-Lautsprechern (Abstrahlwinkel >170°) und frequenzmodulierten Signalen von 20–25 kHz bei mindestens 110 dB. Während der Fahrt ist das Gerät deaktiviert. Dank geringem Stromverbrauch (ca. 0,2 mA) beträgt die Laufzeit pro Batteriesatz bis zu 24–36 Monate. Staub- und wasserdicht nach IP65, mit E1-Kennzeichnung – ideal für den einfachen Selbsteinbau.
3. Geruchsbasierte Maßnahmen
- Duftsprays oder Duftsteine
- Regelmäßige Motorwäsche zur Entfernung von Reviermarkierungen
Wichtig: Hausmittel wie Hundehaare oder WC-Steine zeigen meist nur kurzfristige Wirkung.
Volkswagen Marder Duftmarkenentferner 500 ml
Der Volkswagen Marder Duftmarkenentferner beseitigt zuverlässig Reviermarkierungen im Motorraum und ist die ideale Vorbereitung vor dem Einsatz von Marderabwehrsystemen. Da Marder stark auf fremde Duftspuren reagieren, kann eine gründliche Vorbehandlung verhindern, dass das Tier zur „Revierverteidigung“ animiert wird. Geeignet für alle Fahrzeuge, Inhalt: 500 ml. Hersteller: K&K.
Was tun im Schadensfall?
Wenn Sie Marderschäden vermuten:
- Fahrzeug nicht weiterfahren (bei Kühlwasser- oder Kabelschäden).
- Motorraum prüfen lassen.
- Schaden dokumentieren (für die Versicherung).
Viele Teil- oder Vollkaskoversicherungen übernehmen Marderschäden – allerdings unterscheiden sich die Leistungen. Eine Prüfung der eigenen Police lohnt sich.
Der Marder zum Kuscheln
Trotz aller Probleme, die der Marder immer wieder bereitet, ist er doch irgendwie niedlich. Für alle, die den Marder als Freund und nicht als Feind haben möchten, gibt es ihn als Plüschtier mit hochwertigem und super weichem Fell:
Volkswagen Marder Plüschtier
- Hochwertiges Fell
- Länge ca. 35cm
- Antiallergisch
- Braun
Volkswagen K&K Mini-Marder Schlüsselanhänger
- Hochwertiges Fell
- Länge ca. 15cm
- Zum Befestigen am Schlüsselbund o.ä.
- Braun
Marder sind faszinierende Wildtiere – aber im Motorraum Ihres Fahrzeugs sind sie fehl am Platz. Durch gezielte Präventionsmaßnahmen und regelmäßige Kontrollen lassen sich viele Schäden vermeiden.
Wenn Sie Ihr Fahrzeug professionell schützen lassen möchten oder einen Verdacht auf Marderschaden haben, steht Ihnen das Team vom Autohaus ROSIER gerne beratend zur Seite. Eine frühzeitige Kontrolle spart oft erhebliche Folgekosten.
Schon einmal Marderspuren am eigenen Fahrzeug entdeckt?
Lassen Sie es uns wissen.



